70 Prozentaller körperlich Behinderten LEBEN LAUT Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht in Industrienationen und SIND daDURCH auch nicht angemessen versorgt.

470
Amputierte warten laut Angaben eines

Krankenhauses in Gulu (Uganda) auf nur eine verfügbare Prothese.

40.000
zusätzliche Orthopädietechniker fehlen laut
WHO ANGABEN in Entwicklungsländern weltweit.

Orthopädietechnik wird in der gesamten Welt gebraucht!

Behinderung und die daraus resultierende mangelnde Mobilität sind weltweit ein steigendes Problem. Viele politische und wirtschaftliche Barrieren verhindern eine bessere Versorgung der betroffenden Patienten, besonders in armen Teilen unserer Welt. Dies hängt vor allem mit einem starken Entwicklungsungleichgewicht zwischen Industrienationen und Entwicklungsländern, sowie dem steigenden Bevölkerungswachstum zusammen.

Laut der Worlds Health Organisation repräsentieren ca. 0,5% der Welt-Gesamtbevölkerung betroffene Patienten, die auf Mobilitätshilfen (Prothesen / Orthesen) angewiesen sind. Dieser Prozentsatz erscheint gering, jedoch sieht dies schon anders aus, wenn man konkrete Zahlen hinzufügt: 2004 gab es in Afrika, Asien und Südamerika insgesamt ca. 5.1 Milliarden Menschen. Das bedeutet, dass ca. 25 Millionen Menschen auf prothetische Versorgung angewiesen sind. Über die genaue Anzahl der Betroffenen in Uganda existieren leider keine genauen Zahlen. Es gibt kaum Behörden die dort medizinische Daten sammeln und veröffentlichen. Laut einem Arzt im Gulu Hospital (Uganda) warteten 2013 allein dort 470 Patienten auf nur eine verfügbare Prothese. Die WHO geht weiterhin davon aus, dass mehr als 40.000 ausgebildete Orthopädietechniker und weitere 140.000 Personalstellen in Entwicklungsländern fehlen, aber genau dort am dringendsten gebraucht werden. Aufgrund von politischen Konflikten, ungenügenden Sicherheitsstandards, mangelnder Hygiene, Krankheiten und eingeschränkten medizinischen Versorgungssystemen ist die Amputationsrate in Uganda ein großes Problem.

Die davon betroffenden Menschen sind auf orthopädietechnische Hilfsmittel angewiesen, um wieder am Leben teilhaben zu können, sie können sich diese aber aufgrund von Armut nicht leisten. Die Folge ist der erhebliche Verlust von Lebensqualität, die gesellschaftliche Ausgrenzung und die Erwerbsunfähigkeit auf einem ohnehin sehr schwachen Arbeitsmarkt. Da sich Pro Uganda noch im Aufbau befindet und erst seit 5 Jahren aktiv in Uganda hilft, ist es derzeit noch nicht möglich die Hilfe auch auf andere Entwicklungsländer auszuweiten, bei denen die Not vergleichbar ist. In Zukunft soll jedoch ein Netzwerk entstehen, damit die Hilfe auch in andere Länder gebracht werden kann.

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Hintergründe zum Land Uganda

Uganda, das ostafrikanische Land mit über 37 Millionen Einwohnern, hat eine sehr lebendige Geschichte voller Gegensätze und Extreme. Die Vielfalt der Kultur und die Schönheit der Natur haben darin genau so Platz wie die Gräueltaten des Krieges und die Konsequenzen langjähriger Armut, die das Land nicht nur in der medizinischen und orthopädietechnischen Versorgung weit in Rückstand geraten ließen.

Seit der Unabhängigkeit Ugandas von England im Jahr 1962 folgte 20 Jahre lang eine sehr unruhige und instablie Lage. Unter den diktatorischen Regierungen von Milton Obote und Idi Amin rutschte das Land in gewaltvolle Bürgerkriege, welche sich auch sehr negativ auf Ugandas Wirtschaft auswirkten. 1986 trat Yoweri Museveni die Präsidentschaft an – und ist bis heute der Präsident von Uganda. In seinen früheren Regierungsjahren wurde er von Joseph Kony – einem Rebellenführer mit einer Widerstandsarmee blutig bekämpft. Diese Armee (LRA) plünderte das Land, übersehte es mit Landminen und bildete Kindersoldaten aus. Auch diese Vorfälle tragen stark zum großen Bedarf an Prothesen durch Verstümmelungen bei. 2005 konnte die Armee jedoch weitesgehend aus dem Land vertrieben werden. Noch heute sind Grenzgebiete zum benachbarten Sudan und Kongo mit Minen überseht.

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Entwicklungsstand und Gesundheitssystem in Uganda

Ugandas Bevölkerung steigt trotz großer Armut stark an. Auch wenn Uganda große Naturreichtümer vorweist, gehört es weiterhin zu den ärmsten Ländern der Welt: „Im Human Development Index (HDI) des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) belegte das Land 2017 Platz 162 von 189 und gehört damit in die Kategorie „Länder mit niedrigem Entwicklungsstand“. Eine jährliche Wirtschaftswachstumsrate von gerade einmal 3,5 Prozent (2016/2017), ein hohes Bevölkerungswachstum (2016: 3,3 Prozent) und eine steigende Inflation (jährliche Teuerungsrate 2017: 5,3 Prozent) verschärfen die Situation der 42 Millionen Uganderinnen und Ugander noch weiter.“(Quelle: GIZ).

Bevölkerungswachstum in Uganda

(Quelle: https://data.worldbank.org)


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URSACHEN FÜR AMPUTATIONEN

Durch Klicken auf die entsprechenden Symbole erhalten Sie Hintergrundwissen zur jeweiligen Ursache:

Verbrennungen

Verletzungen

Verkehrsunfälle

Kriegsopfer

Diabetes

Krebs

Lepra

Infektionen

Schlangenbisse

Lähmungen

Klumpfuß

Fehlstellungen

Verbrennungen

Verbrennungen sind kein seltener Grund für Amputationen. Durch die einfachen Lebensumstände in Uganda sind Unfälle mit Feuer ein häufiger Grund für Verletzungen im Alltag. Dies wird durch die Tasache verstärkt, dass in Uganda noch häufig an offenen Feuerstellen gekocht wird. Da die Menschen selten rechtzeitig medizinisch versorgt werden und derartige Unfälle oft in ländlichen und abgeschiedeneren Regionen vorkommen, kommt für viele die Hilfe nicht rechtzeitig, während anderen nur noch durch eine Amputation geholfen werden kann. Da die Sicherheitsvorkehrungen nicht hoch sind, sind vor allem Kinder betroffen, die beispielsweise in der Nähe des Feuers spielen.

Verletzungen

Verletzungen im allgemeinen haben in einem Entwicklungsland wie Uganda oft fatale Folgen. Wie erwähnt gibt es kein Gesundheitssystem oder gesundheitliche Absicherungen für die Menschen. Somit sind die Kosten für eine ärztliche Behandlung für die Betroffen oft unerschwinglich und manche Gebiete sogar weit von medizinischer Hilfe abgeschieden. Die Folge ist die Nichtbehandlung, die schon bei kleinen Verletzungen durch Infektionen zur Amputation führen kann, wenn die Wunden falsch oder gar nicht behandelt werden. So wird schnell aus einer harmlosen Verletzung eine ernste und sogar lebensbedrohliche Situation, die die Betroffenen oft zu spät realisieren. Durch die generell niedriegen Sicherheitsstandards und mangelhafte beaufsichtigung ist das Verletzungsrisiko stark erhöht.

Verkehrsunfälle

Taxis, besonders aber Boda-Bodas-Motorradtaxis sind neben den ohnehin oft chaotischen Verkehrsverhältnissen in Uganda ein Hauptgrund für Unfälle, die eine Amputation zur Folge haben. Etabliert haben sie sich, um trotz der meist verstopften Straßen der Großstädte (wie z.B. Kampala) eine günstige und zeitlich zuverlässige Transportmöglichkeit anzubieten. Boda-Bodas sind somit ein enormer Wirtschaftsfaktor für das Land. Rund 43.000 motorisierte Boda-Bodas zählte eine Studie der Weltbank aus dem Jahr 2007 allein für die Hauptstadt Kampala. Das Boda-Risiko: Für Ugandas marodes Gesundheitssystem sind Boda-Bodas eine Katastrophe. Eine Studie des staatlichen Krankenhauses Mulago besagt: Boda-Boda-Unfälle seien die häufigsten Fälle in der Notaufnahme. Jeder Patient koste durchschnittlich 300 US-Dollar pro Operation.(Quelle: https://www.taz.de/!5027021/ )

Kriegsopfer

Eines der Hauptursachen für Kriegsverletzungen ist die 1987 gegründete Widerstandbewegung der Lords Resistance Army (LRA). Die Übergriffe dieser Bewegung zeichneten sich durch massive Gewaltsamkeiten gegen die Zivilbevölkerung, sowie entführte Kinder und Jungendliche, mit dem Ziel sie zu Soldaten zu konditionieren, aus. Der Aufstand ist offiziell noch nicht beendet, konzentriert sich aber akuell verstärkt auf die Nachbarländer Ugandas. Auch aus dem Kongo kamen Ende der 90er Jahre Rebellen der Allied Democratic Forces. In den Bergen kämpften Regierungssoldaten gegen Rebellen. Es war ein ermürbender, blutiger Kampf. Beide Seiten vergruben Minen, perfide Fallen für den jeweiligen Feind, welche auch heute noch das Grenzgebiet zum Kongo übersähen und Ursache vieler Verstümmelungen und Amputationen sind.

Diabetes

Diabetes ist in Uganda eine sehr häufige Krankheit. Verstärkt durch einseitige Ernährung, erhöhten Zuckerkonsum, mangelnde Aufklärung und Hygiene, sowie schlechte ärtztliche Behandlung ist die Krankheit zu einer der führenden des Landes geworden. Doch wie hängt dies mit Amputation zusammen? Die Zuckerkrankheit schädigt die Blutgefäße und sorgt für deren erheblich schlechtere Durchblutung. Besonders die Extremitäten (insbedondere die Füße) sind hierbei betroffen. Schlecht durchblutete Füße verursachen durch mangelnde Behandlung große Abszesse mit Wundbränden, die häufig die Amputation zur Folge haben. Amputieren ist medizinisch oft kostengünstiger als die eigentliche Ursache in einer langen Behandlungstherapie zu bekämpfen. Außerdem kommen Patienten häufig zu spät/gar nicht in ärztliche Behandlung.

Krebs

Krebs nimmt in vielen afrikanischen Staaten zu, was die wenigen medizinischen Einrichtungen neben dem Kampf gegen HIV vor immer größere Herausforderungen stellt. Eine Krebsart die zu Amputationen führt und verstärkt Kinder betrifft ist der Knochenkrebs. Oberschenkel, Unterschenkel und Oberarme sind hier besonders häufig betroffen. Ziel ist es, die Aussaat von bösartigen Krebszellen in andere Körperregionen zu verhindern. Den Funktionsverlust durch die Amputation nimmt man aufgrund besserer Überlebenschancen in Kauf. Die Ursachen für diese Krebsart sind weitesgehend ungeklärt – auch eine Vorbeuge ist praktisch nicht möglich. Der Krebs tritt besonders erblich bedingt auf und kann nur schwer eingedämmt werden. Eine Amputation ist oft der einzige Weg um eine Ausbreitung zu verhindern. Auch die Behandlung ist durch fehlende Spezialisiten und die große Armut meist nicht möglich.

Lepra

Auch Lepra ist in Uganda und anderen afrikanischen Ländern eine Ursache für Amputationen. Dabei ist besonders auch der Umgang mit der Krankheit ein Problem. Seit Jahrhunderten geprägte Vorurteile gegenüber Krankheiten wie Lepra und Tuberkulose verhindern meist eine rechtzeitige Behandlung – die Menschen werden aus ihren Dörfern oder dem Familienleben ausgestoßen, wenn sich ihre Erkrankung nicht mehr verheimlichen lässt. Pro Jahr gibt es in Uganda fast 500 neue Leprapatienten. Damit ist die Krankheit zwar selten, aber immernoch vorhanden.

Infektionen

Infektionen aufgrund von Verletzungen oder Infektionskrankheiten führen in Entwicklungsländern wie Uganda nicht selten zu einer Amputation. Durch verspätetes Erkennen von Krankheiten, zu spätes Reagieren bei Verletzungen und mangelhaft ausgestattete Krankenhäuser sind Therapien und professionelle Behandlungsmaßnahmen kaum möglich.

Schlangenbisse

In afrikanischen Ländern südlich der Sahara sterben pro Jahr 30.000 Menschen an Schlangenbissen, und bei schätzungsweise 8.000 muss nach dem Biss eine Amputation vorgenommen werden. Auch in Uganda kommen besonders giftige Schlangenarten wie beispielsweise die Gemeine Puffotter vor. Aufgrund des das Gewebe zerstörerischen Potenzials des Giftes dieser Schlange ist meist mit bleibenden Schäden an der Umgebung der Bissstelle zu rechnen – bis hin zu Amputation. Gebissene Personen erreichen Krankenhäuser häufig nicht schnell genug, um vielseitige Folgeschäden zu vermeiden. Viele afrikanische Länder sind zudem mit entsprechenden Gegengiften unterversorgt.

Lähmungen

Die Heilung einer Lähmung ist nach heutigem Stand nur bedingt möglich – die Einschränkungen können jedoch in der Regel in der Therapie gelindert werden. In Uganda können sich jedoch die wenigsten Menschen eine Therapie leisten, und es fehlt das Geld für entsprechende Mobilitätsmittel. Diese Patienten benötigen meist Rollstühle (anstatt einer Prothese) um im Alltag wieder (eingeschränkt) mobil sein zu können. Pro Uganda hat in der Vergangenheit daher Patienten auch mit Rollstühlen helfen können.

Klumpfuss

Das Problem eines Klumpfußes in Entwicklungsländern wie Uganda ist ein komplexeres als in der westlichen Welt. Die Häufigkeit des Klumpfußes wird in Entwicklungsländern und besonders in Afrika höher eingeschätzt und liegt etwa im Bereich von 2 auf 1000 Geburten. Unbehandelte Klumpfüße verursacht bei den Betroffenen schwere physische, soziale, psychische aber auch finanzielle Spätfolgen. Wichtige soziale Aufgaben wie Mithilfe im Alltag aber auch der Zugang zu Bildung sind diesen Menschen meist verwehrt. Selbst eine spätere teure operative Behandlung mit erheblicher Komplikationsgefahr führt oft bei Mangel an gut ausgebildeten Chirurgen zu einem stark vernarbten, unbeweglichen und schmerzhaften Fuß. Die Amputation ist oft der letzte Weg um diese Komplikationen zu verbessern. Ohne Prothese entstehen jedoch neue Problematiken.

Fehlstellungen

Angeborene Fehlstellungen wie beispielsweise der Klumpfuß und die einhergehende Behinderung der Betroffenen sind ebenfalls ein Grund für Amputationen in Uganda. Diese oft auch erblich bedingten Fehlstellungen kommen dort zwar nicht unbedingt häufiger als in westlichen Ländern vor – jedoch werden sie meist nicht behandelt und dauerhaft zu einem Mobilitätsproplem. Bei komplizierten Fehlstellungen ist eine Prothese oft keine Option, da die Voraussetzung für eine prothetische Lösung in der Regel eine saubere Amputation voraussetzt. Viele Betroffenen sind daher gar nicht oder nur Not-amputiert – schließen jedoch eine Geh oder Stehprothese aus.

Der Mehrwert einer Prothese

Amputiert zu werden ist für viele Ugander ein kaum zu überwindendes Trauma. Sie fühlen sich nicht mehr als richtiger Teil der Gesellschaft und werden in vielen Bereichen alltäglich gesellschaftlich ausgegrenzt. Eine Prothese ermöglicht dem Patienten viel mehr als nur die Freiheit wieder selbstständig laufen zu können. Ebenso zu berücksichtigen sind Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl und die Wiedereingliederung in die Gesellschaft, bis hin zur uneingeschränkten Erwerbsfähigkeit:

Orthopädietechnische Versorgung und Physiotherapie ermöglichen dem Patienten seinen Lebensunterhalt im Idealfall wieder selbst aufbringen zu können. Dadurch ist er nicht mehr auf die Hilfe von Angehörigen angewiesen und wird für diese nicht zu einer finanziellen und zeitlichen Belastung. Es ist nicht selten, dass Menschen mit körperlichen Einschränkungen in Uganda von ihrem näheren Umfeld (Beispielsweise dem Heimatdorf) abgelehnt werden, da sie in diesem Zustand eine Belastung darstellen. Rehabilitation ermöglicht ihnen wieder ein akzeptiertes Mitglied der Gemeinschaft zu sein und ihren Teil dazu beizutragen. Weiterhin verhindert eine Prothese die oft nicht angemessen berücksichtigten Folgeproblematiken einer Amputation. Dies sind starke Wirbelsäulenschädigungen durch dauerhafte Fehlbelastung, schwere Haltungsschäden und Überstrapazierung von Gelenken, Knochen und Muskeln. Bei Prothesen für Kinder und Jugendliche, die sich noch im Wachstum befinden ist daher eine langfristige Betreuung wichtig, da durch eine Prothese, die im Laufe der Jahre zu klein geworden ist, Haltungschäden sogar noch verstärkt werden können. Hier ist besonders entscheidend, dass diesen Menschen nicht nur einmalig geholfen wird, sondern eine dauerhafte Anlaufstelle geboten wird. Auch bei Prothesen, die für Erwachsene gefertigt wurden, können nach vielen Jahren Verschleißerscheinungen auftreten, die durch den Einsatz in umwegsamen Gelände noch verstärkt werden. Durch den Bau unserer Orthopädiewerkstatt in Uganda, können wir mehr als nur einmalige Hilfe bieten und die Menschen langfristig betreuen.

Patient Samu geht erste Schritte

Patient Pius bei der Anprobe seiner Prothese

Lauftest und Nachjustierung einer Prothese

Eine Prothese entsteht

Die Arbeit eines Orthopädietechnikers

1. ANAMNESE

Ausmessen des Stumpfs und Gipsabdruck (Negativform)

Hier entsteht eine identische Abdrucksform des zu behandelnden Stumpfes des Patienten – Der Gips muss am Stumpf kurz aushärten und kann anschließend abgenommen werden. Die Negativform ist ein identischer Abdruck des Stumpfs.

2. FORMGEBUNG

Ausgießen des Abdrucks mit Gips und
Armierungsstab (Postivform)

Der Stumpfabdruck wird mit weiterem Gips ausgegossen. Der Stab dient zur späteren Fixierung an Schraubstöcken, um weiter daran arbeiten zu können. Nach der Aushärtung wird aus dem Negativabdruck ein Positiv.

3. MODELLIEREN

Formanpassung durch Auf- und Abtragen des Gipses

Durch Hinzufügen und Wegnehmen von ausgehärtetem Gips, wird der Stumpf anhand von Messdaten auf seine ideale Form zugeschnitten. Besonders hier ist absolute Präzision vom Orthopädietechniker gefragt.

4. GIESSEN

Auftrag von Baumwohl-, Glasfaser- und Kohlefasertrikot durch Guss

Hier entsteht durch Aushärtung verschiedener Materialschichten der stabile Stumpf der Prothese (Negativ). Die Schichten sorgen für die nötige Stabilität der Prothese. Der Armierungsstab wird entfernt.

5. STATISCHER AUFBAU

Hinzufügen von Schaftunterbau und Fuß der Prothese

Die Prothese erhält ihren endgültigen Aufbau und wird von der Höhe auf den Patienten abgestimmt. Mit Schanieren und Schrauben bleiben genug Anpassungsmöglichkeiten bei der Anprobe.

6. ANPROBE

Abmessen und Nacharbeiten – Individualisierung der Prothese

Da die Prothese Druckstellen oder Hohlräume aufweisen kann, wird sie hier nochmal an bestimmten Stellen nachgearbeitet. Anschließend ist sie für den Patienten einsatzbereit.